





Nachfolgend eine erste Übersicht. Für Details bitte oben schauen.
A) Reon Pocket Pro Plus von Sony
A) Reon Pocket Pro Plus von Sony:

Der Sony Reon Pocket Pro Plus ist ein tragbares Thermogerät, das den Oberkörper kühlen oder wärmen kann. Seit 2020 wird der Reon Pocket in Japan verkauft. Seit 2026 ist er auch in Deutschland erhältlich.
Erwärmt oder gekühlt wird der Körper, nicht der Raum.
Funktionsweise:
Auf den Internetseiten von Sony wird in einem Video die Funktionsweise erklärt.
Auf der Innenseite wird im Bereich des Nackens über eine metallische Kontaktfläche (Bild oben rechts – Nr. 12) Wärme oder Kälte auf den Körper übertragen.
Zusätzlich wird über einen kleinen Lüfter (Bild oben mitte – Nr. 1 + 6) über Konvektion Wärme oder Kälte auf den Körper übertragen.
Lokaler Effekt: Die thermischen Bilder verdeutlichen, dass die Temperaturveränderung hochgradig lokalisiert am oberen Rücken und Hals stattfindet, was ausreicht, um das allgemeine Wohlbefinden bei kühlem Wetter stark zu verbessern.


Von kühl bis warm
Der Reon Pocket Pro Plus kann bei warmem und kaltem Wetter genutzt werden, da das Gerät auch aufwärmen kann. Dank der Dual-Thermomodule liefert der WARM MODE eine hohe Wärmeleistung. Es können vier Wärmestufen ausgewählt werden.
Stromverbrauch Reon Pocket Pro Plus:

Stromverbrauch Reon Pocket: 2 Watt x 16 h = 32 Wh = 0,03 kWh/ Tag
Gasheizung: 70 kWh/ Tag
REON POCKET TAG:

Der REON POCKET TAG ist ein tragbares Gerät, das mithilfe seiner integrierten Sensoren die Temperatur und Luftfeuchtigkeit der Umgebung misst, um den Reon Pocket noch intelligenter zu steuern.

Bei Verbindung mit dem Reon Pocket wird die Temperatur im Inneren der Kleidung und die Temperatur im Umfeld des Geräts erfasst.
Auf diese Weise wird die Kühl- oder Erwärmungstemperatur automatisch an die Umgebung angepasst.
Darüber hinaus erkennt der SMART COOL ⇔ WARM-Modus Veränderungen in der Umgebung und schaltet automatisch zwischen COOL und WARM um, sodass eine manuelle Bedienung entfällt.

Steuerung:
Die Steuerung erfolgt über eine APP oder direkt am Gerät. Die Daten werden über Bluetooth übertragen.
Der Reon Pocket schaltet sich automatisch ein, sobald er am Nacken plaziert wird.
Hightech Textilfasern sind ein wesentlicher Schlüssel für die Wärmewende.
Gerne möchten wir an dieser Stelle die Aerogelfaservorstellen, die einen besonders hohen Isolationswert im Vergleich zu anderen Textilfasern aufweist.
Entsprechend des Nullten Hauptsatzes der Thermodynamik strömt warm immer zu kalt:
- 37 Grad Körpertemperatur strömt zu 21 Grad Raumtemperatur
- 21 Grad Raumtemperatur zu 0 Grad Außentemperatur
Um Heizenergie zu sparen, ist es in erster Linie hilfreich, den Wärmefluss des Körpers in den Raum zu reduzieren, um so die Körperwärme zu speichern, z.B. mittels Hightech-Textilien mit hohen Isolationswerten nach ISO 9920, oder mittels Kleidung, die durch eine spezielle Struktur die Infrarotstrahlung des menschlichen Körpers reflektiert. 1 Grad geringere Raumtemperatur spart in Wohn- und Bürogebäuden ca. 6 % Heizenergie.
Je höher der Isolationswert der Bekleidung, umso niedriger die erforderliche Raumtemperatur – bei gleicher Behaglichkeit nach ISO 7730.
Isolationswert von Bekleidung:
Der Isolationswert der Bekleidung wird gemäß ISO 9920 in „clo“ angegeben:
1 clo = 0,155 m2 x K / W
Die Aerogelfaser:
Nachfolgende Informationen stammen von Spiegel Online und den Internetseiten der Hersteller der Hightech Textilfaser.
Im Weiteren planen wir Infos zu konkreten Produkten.
(28.12.2023) Spiegel Online: Hält warm wie Eisbärenfell – Forschende entwickeln extrem isolierende Stofffaser

Eisbären scheint Kälte nichts auszumachen. Fachleute haben sich davon inspirieren lassen und eine Faser hergestellt, die bei zweistelligen Minusgraden so viel Wärme am Körper hält wie eine fünfmal so dicke Daunenjacke.
Forschende aus China haben eine Faser entwickelt, die aufgebaut ist wie das Haar der arktischen Tiere: Sie besteht aus einem porösen Kern und einer Umhüllung. Das poröse Innere schließt viel Luft ein, was den Wärmeverlust minimiert. Die Umhüllung verleiht der Struktur Stabilität.
Aus den Fasern ließ die Gruppe um Mingrui Wu von der Zhejiang University in Hangzhou ein Sweatshirt stricken. Die Textilie hielt bei minus 20 Grad Celsius genauso viel Wärme am Körper wie eine fünfmal so dicke Daunenjacke, berichteten die Fachleute vergangene Woche in der Fachzeitschrift »Science« .
Die Dämmwirkung
Bei minus 20 Grad Celsius Außentemperatur prüften die Fachleute die Wärmeisolierung. Ein Freiwilliger trug die jeweils untersuchten Textilien, die Forschenden maßen folgende Temperaturen auf der Außenseite der Kleidungsstücke:
- Baumwoll-Sweatshirt: 10,8 Grad Celsius
- Woll-Sweatshirt: 7,2 Grad Celsius
- Daunenjacke: 3,8 Grad Celsius
- Sweatshirt aus den neuen Fasern: 3,5 Grad Celsius
Je niedriger die Gradzahl, desto besser isolierte das Kleidungsstück.
Anmerkung: Das Temperaturdelta zwischen einem Baumwoll-Sweatshirt und einem Sweat-Shirt aus der Aerogelfaser beträgt 7,3°C. Das zeigt das riesige Potential zur Reduzierung der Raumtemperatur bei gleicher Behaglichkeit.

Geschichte der Marke:
Innovation beginnt mit dem Verständnis dafür, was die Menschen wirklich brauchen.
Im Jahr 2019 gründete sie Annie’s Smartex in Shanghai mit einem klaren Ziel: die Materialwissenschaft mit realen menschlichen Bedürfnissen zu verbinden und Textilunternehmen dabei zu helfen, funktionale Technologien in Produkte umzusetzen, die tatsächlich funktionieren.
Annie’s Smartex Co., Ltd. ist ein Technologieunternehmen, das sich professionell mit der Forschung und Entwicklung von fortschrittlichen Pulvermaterialien, funktionalen Textilfasern, Funktionsgarnen und Hochleistungsgeweben beschäftigt. Geleitet von den Werten „Wissenschaft und Technologie, Nachhaltigkeit, CO₂-Reduzierung und Wohlbefinden“ entwickeln wir multifunktionale Textillösungen, die höchste Leistung mit Umweltverträglichkeit verbinden.
Was ist Aerogelfaser?
Silica-Aerogel-Textiltechnologie verstehen
Aerogelfasern stellen einen Durchbruch in der Wärmedämmtechnologie für Textilien dar. Sie vereinen die weltweit niedrigste Wärmeleitfähigkeit (0.017–0.020 W/m·K) mit einer ultraleichten Struktur von nur 0.003 g/cm³.
Dieses innovative Material, entwickelt aus nanoporösem Siliciumdioxid-Aerogel, das in flexible Polyesterfasern eingebettet ist, enthält über 90 % ruhende Luft und bietet so außergewöhnliche Wärme ohne zusätzliches Volumen.
ShowarmX®-Aerogelfasern übertreffen herkömmliche Dämmstoffe wie Daunen und synthetische Hohlfasern und bieten eine überlegene Wärmeleistung bei gleichzeitiger Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsregulierung.
Von professioneller Bergsteigerausrüstung und Wintersportbekleidung bis hin zu Thermounterwäsche und Campingausrüstung revolutionieren Aerogelfasern den Ansatz von Textilherstellern im Bereich Kälteschutz. Dieser umfassende Leitfaden beleuchtet die Wissenschaft, die Eigenschaften, die Anwendungen und die Vorteile der Aerogelfasertechnologie im modernen Textildesign.
Ultraleichtes Design (0.003 g/cm³ Dichte)
Mit nur 0.003 g/cm³ ist Aerogelfaser eines der leichtesten Dämmmaterialien für textile Anwendungen. Diese extrem niedrige Dichte bedeutet:
– 60 % leichter als herkömmliche Hohlfaser
– Reduziert das Gewicht der Kleidung, ohne die Wärmeleistung zu beeinträchtigen.
– Ideal für Funktionssportbekleidung und Outdoor-Ausrüstung
Außergewöhnliche Wärmedämmleistung
Die Wärmeleitfähigkeit der Aerogelfaser von 0.017–0.020 W/m·K beträgt:
– Überlegenes Wärme-Gewichts-Verhältnis
– Hält die Körpertemperatur auch bei extremer Kälte aufrecht
Feuchtigkeitsaufnahme und Atmungsaktivität
Die nanoporöse Struktur bietet:
– Hohe Wasserdampfdurchlässigkeit
– Schnelle Verdunstungsrate
– Schutz vor Überhitzung bei körperlicher Aktivität
– Aufrechterhaltung des Tragekomforts unter verschiedenen Bedingungen
Anwendungen von Aerogelfasern in Textilien und Bekleidung
– Winter-Sportbekleidung und Outdoor-Ausrüstung
– Thermounterwäsche und Funktionsunterwäsche
– Schlafsäcke und Campingausrüstung
– Professionelle Bergsteiger- und Expeditionsbekleidung
Anmerkung: Umrechnung Wärmeleitfähigkeit in Isolationswert:
Berechnung Wärmedurchlasswiderstand (R) [m² x K / W]
R = Dicke [m] / Wärmeleitfähigkeit [W/m·K], Beispiel 3 mm Dicke:
R = 0,003 m / 0,017 W/m·K = 0,176 m²·K/W
Berechnung Isolationswert [clo]
clo = R / 0,155 = 0,176 m²·K/W / 0,155 = 1,14
Einordnung des Werts:
Das Hochleistungs-Isolationsmaterial ist bei gleicher Dicke mehr als doppelt so effizient wie hochwertige Merinowolle.
Während das 3 mm dicke Material einen Wert von 1,14 clo erreicht, kommt eine 3 mm starke Schicht aus reiner Merinowolle unter Laborbedingungen auf nur etwa 0,55 clo.

Neben der sehr hohen Dämmwirkung können Hightech-Textilfasern die Infrarotstrahlung des menschlichen Körpers reflektieren:
Was ist Ferninfrarotgewebe?
Vollständiger Leitfaden zur FIR-Technologie, ihren Vorteilen und Anwendungen
Haben Sie sich jemals gefragt, warum manche Sportbekleidung damit wirbt, die Regeneration zu fördern, oder warum bestimmte Wellness-Kleidungsstücke die Durchblutung verbessern sollen? Das Geheimnis liegt oft in der Ferninfrarot-Gewebetechnologie – einer Textilinnovation, die die natürliche Körperwärme in etwas Wirkungsvolleres umwandelt.
Ferninfrarot-Stoffe (FIR) sind nicht nur ein weiteres Marketing-Schlagwort. Diese Textilien enthalten Keramikpartikel oder Mineralverbindungen, die Ihre Körperwärme absorbieren und als Infrarotstrahlen im Wellenlängenbereich von 4–14 μm wieder abgeben. Dieser spezielle Bereich ist wichtig, da er der Wellenlänge entspricht, die Ihre Zellen natürlich absorbieren, wodurch ein Resonanzeffekt entsteht, der 4–5 mm unter Ihre Haut eindringt. Doch genau das macht diese Technologie so interessant: Derselbe Stoff, der einem Gewichtheber zu schnellerer Regeneration verhilft, kann auch dazu beitragen, dass sich die arthritischen Knie Ihres Großvaters weniger steif anfühlen. Der Unterschied liegt nicht in der Technologie selbst, sondern in ihrer Anwendung.
Verständnis der Ferninfrarot-Gewebetechnologie
Lassen Sie uns analysieren, was tatsächlich passiert, wenn Sie FIR-Stoff tragen. Ihr Körper strahlt ständig Wärme ab – das ist grundlegende Thermodynamik. Herkömmliche Stoffe speichern diese Wärme entweder (wie Fleece) oder lassen sie entweichen (wie Baumwolle). Ferninfrarot-Textilien hingegen tun etwas anderes: Sie fangen Ihre Wärmeenergie ein, wandeln sie durch eingebettete Keramik- oder Mineralpartikel um und leiten sie als Infrarotstrahlung an Ihren Körper zurück.
Warum ist das wichtig? Weil Infrarotstrahlung im Wellenlängenbereich von 4–14 μm mit den Wassermolekülen in Ihren Zellen interagiert und diese in Schwingung versetzt. Diese Molekularbewegung erzeugt Wärme im Gewebeinneren, nicht nur an der Oberfläche. Das Ergebnis? Eine verbesserte Mikrozirkulation, eine erhöhte Sauerstoffversorgung und beschleunigte Stoffwechselprozesse – ganz ohne externe Energiequellen oder Chemikalien.
Die Technologie beinhaltet typischerweise die Integration von Materialien wie Zirkoniumdioxid, Titandioxid oder Spezialkeramiken in synthetische Fasern während des Herstellungsprozesses. Die InfraCycle®-Technologie beispielsweise bettet diese Partikel auf molekularer Ebene ein und gewährleistet so, dass die Infrarot-emittierenden Eigenschaften auch nach Hunderten von Waschgängen erhalten bleiben. Es handelt sich also nicht um eine Beschichtung, die sich nach drei Monaten abnutzt – die Funktionalität ist direkt in die Faserstruktur integriert.
Auswahl des richtigen Ferninfrarotgewebes
Nicht alle FIR-Gewebe bieten die gleiche Leistung. Die Wirksamkeit hängt von der Partikelkonzentration, dem Fasertyp, der Gewebekonstruktion und dem Verwendungszweck ab. So passen Sie die Technologie an die Anwendung an:

Die Wissenschaft hinter den Vorteilen
Mehrere von Fachleuten begutachtete Studien belegen die Vorteile von FIR-Textilien. Eine im „ Journal of Physiological Anthropology“ veröffentlichte Studie zeigte, dass FIR-Gewebe die Hautmikrozirkulation im Vergleich zu Kontrollgeweben um 18–25 % erhöhte. Eine weitere Studie in „Photomedicine and Laser Surgery“ wies beschleunigte Muskelregenerationsmarker bei Sportlern nach, die nach dem Training FIR-Kleidung trugen.
Der Mechanismus ist nicht mysteriös – es ist einfache Physik. Infrarotstrahlung bestimmter Wellenlängen verursacht Molekülschwingungen in Wasser und organischen Verbindungen. Da unser Körper zu etwa 60 % aus Wasser besteht, ist diese Energieaufnahme hocheffizient. Der daraus resultierende thermische Effekt erweitert die Blutgefäße, steigert die Stoffwechselaktivität und verbessert die Zellfunktion.
FIR-Gewebe heilt keine Krankheiten, ersetzt keine medizinische Behandlung und vollbringt keine Wunder. Es ist eine unterstützende Technologie, die die natürlichen Körperfunktionen fördert. Man kann es sich so vorstellen, als würde es die körpereigenen Prozesse optimieren, anstatt etwas Fremdes einzuführen.

Das Start-up SA-Dynamics der RWTH Aachen University entwickelt innovative, nachhaltige Isolationstextilien aus 100 % Aerogelfasern, die umweltfreundlich und kreislauffähig sind. Aerogele sind Hightech-Materialien, die ihren Ursprung in der Luft- und Raumfahrtindustrie haben.
Es handelt sich um hochporöse Festkörper, bei denen bis zu 99,98 % des Volumens aus Poren besteht, die in der Regel Luft einschließen. Damit sind sie u.a. extrem leicht und haben exzellente Wärmedämmeigenschaften. Sie bieten eine Alternative zu konventionellen, oft nicht nachhaltigen Isolationsmaterialien und können diese bspw. in Kleidung oder im Wohnungsbau ersetzen und dabei die Performance der Anwendungen erheblich verbessern.
Durch den Einsatz nachhaltiger Cellulose Aerogelfasern wird Kreislauffähigkeit gewährleistet, sodass bspw. Mikroplastik emittierende Materialien insbesondere in der Textil- aber auch der Bauindustrie substituiert werden können.
Die vier Gründer arbeiten aktuell am Institut für Textiltechnik (ITA) sowie dem Institut für Industrieofenbau und Wärmetechnik (IOB). Während die Entwicklungsarbeiten maßgeblich durch die Forschung und das Team am ITA geprägt wurden, bringt das IOB seine Expertise im Bereich der techno-ökonomischen und ökologischen Bewertung für nachhaltige Prozesse ein. Unterstützt wird das Team dabei durch das Gründerzentrum der RWTH, sodass sich eine fakultätsübergreifende Zusammenarbeit ergibt.
Ziel ist es nun ein ganzheitlich nachhaltiges Produkt zu entwickeln, welches einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leistet.

Analog zu einer Raumheizung (21°C) oder Klimaautomatik im Auto (21°C) ermöglicht die Clim8 Technologie eine automatische Messung, Steuerung und Regulierung der Körpertemperatur (37°C).
Auch bei dieser Lösung ist der Ausgangspunkt der menschliche Körper und nicht der Raum.
Die nachfolgenden Informationen stammen von den Internetseiten von clim8 und ODLO.

Die Geschichte:
2016 – Die Gründer treffen sich
Florian Miguet, damals General Manager Asia von Dynafit und Salewa (Oberalp-Gruppe), Julien Guéritée, Doktor der Thermophysiologie im französischen Verteidigungsministerium, und Pierre Mouette, IoT-Spezialist, gründeten Clim8 mit dem Ziel, die beste thermoregulierende Technologie für Bekleidung zu entwickeln.
Alle drei beschließen, das Unternehmen in Lyon in Frankreich zu gründen, einer historischen Textilregion, in der die ersten E-Textil-Talente entstanden sind.
2017 – Das allererste Patent und die erste Auszeichnung
Das allererste von Clim8 angemeldete technologische Patent wird registriert.
Das brandneue Clim8® Heizsystem gewinnt den ISPO Award 2017, eingebettet in einen selbst entwickelten Baselayer.
Clim8 wird außerdem Finalist in der Innovation World Cup Series.
2019 – Die Anerkennung
Clim8 bringt in Zusammenarbeit mit der Kultmarke Odlo seinen ersten intelligenten, beheizbaren technischen Baselayer auf den Markt. Bei dieser Gelegenheit wird auch die erste Version der Clim8®-Mobilanwendung veröffentlicht.
Beheizte Motorradhandschuhe, die in Zusammenarbeit mit der bekannten französischen Marke IXON entwickelt wurden, werden folgen.
Die Clim8®-Technologie gewinnt einen Innovationspreis auf der CES in Las Vegas und einen weiteren ISPO-Award und wird somit von der Sportindustrie und der Tech-Welt anerkannt.
2026 – Mittlerweile wird die Technologie in vielen Marken und Produkten eingesetzt


Die Clim8®-Technologie wärmt automatisch – so funktioniert’s:
Die App-gesteuerte, algorithmusgesteuerte Clim8®-Heiztechnologie hält perfekt warm und bietet individuellen, gleichbleibenden Komfort unter allen Bedingungen.

Intelligente Heizungsregelung:
Die Clim8®-Technologie umfasst mehrere Sensoren, die Temperatur, Aktivität und Benutzerprofil in Echtzeit analysieren und so eine vollständig personalisierte Heizung ermöglichen, die nur bei Bedarf aktiviert wird.
Jedes Produkt wird im Clim8®-Labor gründlich getestet.
Die Clim8®-App:

Mit der Clim8®-App können Sie Ihre Temperatur steuern und Ihr Produkt personalisieren.
Bei der ersten Verwendung eines intelligenten Produkts mit Clim8®-Technologie werden Sie aufgefordert, Ihr Profil zu erstellen.
Geschlecht, Alter, Größe oder Gewicht sind Merkmale, die den Wärmebedarf verändern können. Unsere Algorithmen lernen aus Ihren Vorlieben und personalisieren Ihre Ausrüstung.
Alternativ kann die Kleidung auch direkt am Kleidungsstück durch Doppeltippen gesteuert werden.
Stromverbrauch clim8:

Stromverbrauch clim8: 22 Watt x 16 h = 352 Wh = 0,35 kWh/ Tag
Gasheizung: 70 kWh/ Tag
2019 führt Odlo I-THERMIC ein, die erste intelligente Wärmetechnologie, die die Körperwärme analysiert und bei Bedarf reguliert.

Erhältlich sind aktuell:
Die Odlo APP:

Fotos Steuerung der Körpertemperatur per APP
- Entspricht die IST- Körpertemperatur (Bild links: 35,0°C) der Wunsch- Körpertemperatur (35,0°C), wird keine aktive Wärme erzeugt.
- Sobald die IST- Körpertemperatur (Bild rechts: 34,9°C) nur 0,1°C von der Wunsch- Körpertemperatur abweicht (35,0°C), wird automatisch solange aktive Wärme erzeugt, bis die 35,0°C erreicht ist.
Analog zu einer konstanten Raumtemperatur von 21°C, erzeugt das Shirt vollautomatisch eine konstante Körpertemperatur, z.B. 35,0°C:
- Das Shirt merkt, wenn durch Bewegung Körperwärme erzeugt wird:
„Aktive Wärme aus“
- Zigarette rauchen im Freien bei 0°C Lufttemperatur:
„Aktive Wärme an“ – bis Wunsch- Körpertemperatur (z.B. 35,0°C) erreicht
Jede Person kann unabhängig von der Lufttemperatur ihr eigenes Mikroklima erzeugen.
D) Hände:
Aus eigener 15-jähriger Erfahrung kann ich sagen, dass die Hände der schwierigste und damit der interessanteste Teil des Konzepts sind.
Für viele Personen sind kalte Hände ein K.o.-Kriterium. Aus diesem Grund werden die nachfolgenden Ausführungen etwas ausführlicher.
Ein Grundprinzip der Evolution ist Vielfalt. Auch für warme Hände wird es eine Vielzahl an Lösungen geben, die so unterschiedlich sind, wie der Mensch selbst. Alle Lösungen haben Eines gemeinsam:
Ausgangspunkt ist die Hand, nicht der Raum. Eine neue Perspektive ermöglicht neue kreative Lösungen.
Erforderliche Handtemperatur:

Wie im Kapitel „Grundlagen – Menschlicher Körper“ erläutert, wird zwischen der „Körperkerntemperatur“ und der „Schalentemperatur“ unterschieden.
Während die Körperkerntemperatur 37°C beträgt, reicht eine Handtemperatur von 28°C, um sich bei 20°C Raumtemperatur behaglich zu fühlen.
Messung der Handtemperatur:
Ziel ist es durch ganzjährige Messungen der Handtemperatur die lokale Behaglichkeit der Hände nachzuweisen.
Im Idealfall ergibt sich bei unterschiedlichen Raumtemperaturen (21°C, 16°C und 12°C) eine konstante Handtemperatur von mindestens 28°C.
Messprotokolle folgen.
Messgeräte:
Die Messwerte des linken Zeigefingers werden zur grafischen Auswertung in 30 Minuten Intervallen über Bluetooth an eine APP gesendet.

Mit einer Infrarot- Kamera für das Smartphone kann die Temperatur der ganzen Hand dargestellt werden.

Berrcom Fieberthermometer kontaktlos Infrarot:
Das Thermometer wird zum Vergleich der oben gemessen Temperaturen verwendet. Es hat eine Messgenauigkeit von +-0,1°C.

Thermisches Gleichgewicht der Hände:
Wie im Kapitel „Grundlagen – Energieumsatz menschlicher Körper nach ISO 8996“ erläutert, beträgt der körpereigene Energieumsatz für einen Durchschnittsmenschen ca. 2,4 kWh pro Tag.

Die Fläche beider Hände beträgt ca. 2 % der Gesamt-Körperfläche (1,7 m²).
- Energieumsatz Hände: 0,02 x 2,4 kWh = 0,048 kWh/Tag
- Heizen: 70 kWh/Tag
Der Energieaufwand, um die Wassermoleküle in der Hand zum Schwingen zu bringen, damit über Reibung Körperwärme entsteht, ist mit 0,048 kWh/Tag sehr gering.
Es ist die kritische Frage zu stellen, ob es in Zeiten des beschleunigten Klimawandels wirklich die beste Option ist, nur wegen kalter Hände komplette Hallen oder Räume zu beheizen? Gibt es Alternativen, die mindestens gleichwertig sind?
Nachfolgende Lösungsansätze möchten wir gerne zur Diskussion stellen:
- Bewegung
- Warme Speisen und Getränke
- Abbau von Stress
- Geringfügige Erhöhung der Körperkerntemperatur
- Thermopullover
- Aktive und passive Pulswärmer / Stulpen
- Aktive und passive fingerlose Handschuhe
- Wärmecreme
- Handwärmer
- Wolldecke
Zu 1. Bewegung:
Diese Übungen transportieren das warme Blut aus der Körpermitte direkt in die Fingerspitzen:
Windmühle: Beide Arme mit gestreckten Fingern schwungvoll vorwärts und rückwärts kreisen. Die Fliehkraft treibt das Blut sofort in die Hände.
Schulterschütteln: Arme locker hängen lassen und schütteln die Schultern und Hände kräftig ausschütteln. Das löst Blockaden im Nacken, die oft die Durchblutung stören.
Skifahrer-Schwung: Leicht in die Knie gehen und beide Arme gleichzeitig von weit hinten nach ganz oben über den Kopf schwingen .
Zu 2. Warme Speisen und Getränke:
Warme Speisen:
Wurzelgemüse wie Rettich, Rüben, Kartoffeln oder Konnyaku sowie Eintopfgerichte wie Nabe gelten in Japan als wärmende und zugleich gesunde Speisen (s.a. hier).
Weitere Tipps finden sich z.B. auf der Internetseite von ARD/NDR: „Ayurveda und TCM: Essen, das von innen wärmt“
Die ayurvedische Ernährung wie auch die traditionelle chinesische Medizin (TCM) schreiben Lebensmitteln thermische Wirkung zu.
Lebensmittel stuft die TCM in fünf Kategorien ein:
heiß: rotes Fleisch (Lamm, Rind); Paprika; Chili, Knoblauch und schwarzer Pfeffer
warm: Fisch, Meeresfrüchte; Langkornreis, Hirse; Eigelb; Nüsse; Fenchel, Lauch, Zwiebel, Pfirsich, Kirschen, Himbeeren, Mandarine; Koriander, Zimt, Ingwer, Sternanis, Nelken (die „Weihnachtsgewürze“)
neutral: Roggen, Hafer (roh), Rundkornreis, Mais, Dinkel; Erbsen, Karotten, Weißkohl, Blumenkohl; Milch und Käse; Safran
kühlend: Tofu, Joghurt; Weizen; die meisten Pilze, Aubergine, Spinat und Rotkohl
kalt: Gurken, Tomaten, Chinakohl und grüner Salat; Salz, Sojasoße; Eiscreme
Warme Getränke:
Während jede heiße Tasse Tee durch die reine Wassertemperatur kurzfristig Hitze spendet, besitzen bestimmte Kräuter, Gewürze und Teesorten Inhaltsstoffe, die die Durchblutung anregen und die Thermogenese (Wärmeproduktion) des Körpers ankurbeln.
Ingwertee: Frischer Ingwer enthält den Scharfstoff Gingerol. Beim Erhitzen wandelt sich dieser teilweise in Shogaol um. Beide Stoffe regen die Durchblutung an und erzeugen ein sofortiges, spürbares Hitzegefühl im Magen.
Gewürztees (Chai): In der Naturheilkunde und dem Ayurveda werden Gewürze gezielt nach ihrer thermischen Wirkung eingesetzt. Ein klassischer Chai-Tee vereint fast alle stark wärmenden Komponenten:
Zimt & Nelken: Erzeugen eine süße, wohlige Wärme und fördern die Durchblutung.
Kardamom & schwarzer Pfeffer: Wirken stark anregend auf den Stoffwechsel.
Zu 3. Abbau von Stress
Stress führt – unabhängig von der Raumtemperatur – zu einer Verengung der Blutgefäße und damit automatisch zu kalten Händen.
Beispielhafte Methoden zum Stressabbau:
1. Mentale & meditative Entspannungsmethoden
Diese Techniken zielen darauf ab, das zentrale Nervensystem direkt zu beruhigen und dem Gehirn Entspannung zu signalisieren.
Achtsamkeitsmeditation: Das bewusste Beobachten des Moments ohne Bewertung hilft, das Gedankenkarussell im Gehirn herunterzufahren.
Gezielte Atemübungen: Die Konzentration auf die Atmung (z. B. längeres Ausatmen als Einatmen) senkt nachweislich den Blutdruck und unterbricht stressige Gedanken sofort.
2. Körperlich-aktive Methoden
Da bei Stress Hormone wie Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet werden, muss der Körper diese biologisch abbauen.
Progressive Muskelrelaxation: Bewusstes Anspannen und Lösen bestimmter Muskelgruppen setzt körperliche Blockaden frei.
Sport und Bewegung: Regelmäßiges Laufen und Radfahren schüttet Endorphine aus.
3. Instrumentelles Stressmanagement (Alltagsorganisation)
Häufig entsteht Stress durch äußere Faktoren, die sich durch Strukturierung minimieren lassen.
Zeitmanagement & Prioritäten: Prioritäten setzen und Pausen einplanen.
Gesunder Lebensstil: Auf einen ausreichenden Schlaf und eine nährstoffreiche Ernährung (Nüsse, Beeren, Haferflocken) achten.
Zu 4. Geringfügige Erhöhung der Körperkerntemperatur:
Ausgangspunkt für das Konzept „Wärmen“ ist auch an dieser Stelle ein Grundverständnis zu den Funktionsweisen des menschlichen Körpers (s.a. hier).
Nchfolgende Informationen stammen aus der wissenschaftlichen Studie: „Hand and finger temperature responses to whole body, torso, and head heating“ von T.P. Romet (Defence and Civil Institute of Environmental Medicine, Toronto)
Kernfrage: Kann man die Hände bei extremer oder moderater Kälte wie 12°C ohne Handschuhe warm halten, indem man den Rumpf überhitzt?
Antwort: T.P. Romet wies nach, dass das Erwärmen des Oberkörpers (Rumpf) am effektivsten ist, um eiskalte Hände in kalten Umgebungen wieder aufzuwärmen. Sobald der Rumpf signalisiert, dass der Körperkern im Wärmeüberschuss ist, öffnet der Hypothalamus die Gefäße in den Händen (Vasodilation).
Wenn der Oberkörper (z. B. durch eine Daunenweste oder aktive Heizpads) „überisoliert“ ist, nutzt der Körper die Hände als Ventile, um die überschüssige Wärme abzugeben, was die Hände auch ohne Handschuhe warm und beweglich hält.
T.P. Romets Forschung beweist, dass die Bekleidung des Torsos bei 12 °C fast wichtiger für die warmen Hände ist als die Bekleidung der Hände selbst.

Leistungsfähigkeit der Feinmotorik
In Dissertationen, die auf Romets Daten aufbauen, werden oft folgende Schwellenwerte für die Handtemperatur genannt:

Zu 5. Thermopullover:

Wie unter 4. beschrieben hängt die Temperatur der Hände sehr stark von einer konstanten, bzw. leicht überhöhten Körperkerntemperatur (37°C) ab.
Die Oberkörperbekleidung ist daher von besonderer Wichtigkeit.
Wie immer existieren auch an dieser Stelle ein Vielzahl an Optionen, so dass für jeden etwas dabei sein sollte:
Thermounterwäsche (Baselayer): aktiv wärmend oder passiv
Thermopullover (Mid Layer): aktiv wärmend oder passiv
Thermo-/Strickjacken: aktiv wärmend oder passiv
Thermowesten: aktiv wärmend oder passiv
Unbedingt empfehlenswert ist ein Rollkragen mit Reißverschluss, da der Hals sehr kälteempfindlich ist.

Ein sehr besonderes Erlebnis ist eine aktiv wärmende Thermoweste mit einem aktiv wärmenden Kragen. Lächeln garantiert. 😉
Zu 6. Aktive und passive Pulswärmer / Stulpen:
Auch an dieser Stelle wird es sehr deutlich, dass das Konzept Wärmen nur dann erfolgreich umgesetzt werden kann, wenn man sich erstmalig in seinem Leben mit dem eigenen Körper, an dieser Stelle mit der Hand bzw. der Innenseite des Hanggelenks beschäftigt.
Direkt unter der dünnen Haut verlaufen die Arterien, die das warme Blut vom Herzen zu den Fingerspitzen transportieren sollen.

Ohne eine gute Dämmung der Arterien durch einen Thermopullover, oder aktive bzw. passive Pulswärmer / Stulpen kommt bei den Fingerspitzen leider keine Wärme an.
Zu 7. Aktive und passive fingerlose Handschuhe:
Gleiches gilt für den Handrücken. Auch hier geht die Wärme der Arterien ohne einen entsprechenden Schutz verloren, mit der Folge kalter Hände und kalter Fingerspitzen.

Im Mittelalter hatten die Pullover etwas längere Ärmel, damit waren das Handgelenk und der Handrücken geschützt. Siehe auch ZDF Mediathek, Terra X, Vergessenes Wissen: „Fortschritt, Wachstum, Wohlstand: Die Formel hat den Menschen zwar weit gebracht, aber auch an den Rand des Abgrunds geführt. Terra X blickt in die Vergangenheit und zeigt Lösungen für die Zukunft.“
Die nachfolgenden Pulswärmer sind aus Wolle. Sehr effektiv ist auch Filz mit einem Luftpolster, da Luft ein hervorragender Isolator ist.

Mit nachfolgenden aktiv wärmenden, fingerlosen Handschuhen lässt sich jede beliebige Handtemperatur unabhängig von der Raumtemperatur erzeugen. Die Hände sind bei 12 Grad Raumtemperatur mit Sicherheit deutlich wärmer als in einem beheizten Raum mit 23°C.

Zu 8. Wärmecreme:
Wärmecremes für die Hände sind spezielle Hautpflegeprodukte, die durch durchblutungsfördernde Inhaltsstoffe ein intensives Wärmegefühl auf der Haut erzeugen oder die wie ein unsichtbarer Handschuh wirken.
1. Typ: Der „Unsichtbare Handschuh“
Diese Cremes erzeugen keine Wärme, sondern dienen als unsichtbares Schutzschild. Sie enthalten reichhaltige Fette, Wachse oder leichte Silikone, die eine atmungsaktive Schutzschicht bilden. Sie verhindern, dass die kalte Luft der Haut die Feuchtigkeit entzieht und sie rissig wird.
2. Typ: „Durchblutungsfördernd“ (Der Thermo-Effekt)
Diese Cremes wärmen von innen. Inhaltsstoffe wie Rosmarinöl, Kampfer, Ingwer oder Ginkgo biloba regen die Mikrozirkulation an. Die Blutgefäße erweitern sich und warmes Blut strömt in die Fingerspitzen.
Zu 9. Handwärmer:
Am Markt erhältlich sind eine Vielzahl unterschiedlicher elektrischer, wiederaufladbarer Handwärmer.
Alternativ werden auch Wärmepads angeboten, die auf die Hand aufgeklebt werden können.
Zu 9. Wolldecke:
In Japan werden Häuser ohne Dämmung und ohne Heizung gebaut. Weit verbreitet ist der Kotatsu (s.a. hier), der oftmals in Verbindung mit einer Wolldecke genutzt wird, die auch die Hände wärmen kann.

